WH Arena Neu Marx

Projektdaten

Jahr

Status

Typologie


48.1889, 16.4071

EU-weiter, Architekturwettbewerb, 2020

Positionierung des Baukörpers im Wettbewerbsgebiet
Der Baukörper der Arena Wien wird mit seiner klaren Form als städtebauliche Geste freigestellt und kommt mit seinem prägnanten Volumen selbständig und unverkennbar zur Geltung.
Die identitätsbildende Form wird in die relativ heterogene Umgebung gesetzt und wertet die urbane Stadtstruktur auf.
Mit der gewählten Ausgestaltung des Baukörpers nimmt das Projekt auf die nach außen ansteigenden Tribünen der Arena Bezug.
Das Eingangsfoyer und alle dienenden Räume finden im kompakten Sockelbauwerk Platz. Dieser erzeugt einen neuen, qualitativen Stadtraum mit attraktiven, durchlässigen Übergängen und Räumen, die von Arenabesucher, Stadtbewohner sowie Anrainer, in Anspruch genommen werden können.
Der deutlich ausformulierte Sockelbaukörper reagiert mit seiner Proportion am westlichen Ende des Wettbewerbsgebietes (Zugang von der Viehmarktgasse) auf die umliegenden, kleinteiligen, denkmalgeschützten Gebäude. Am östlichen Ende wird mit dem Nebengebäude und seiner ausgeprägten Höhenentwicklung sowie durch Mieteinbeziehung des Projektes „Triangel“ ein prägnanter Beitrag zur Ausformulierung eines klar erkenntlichen, städtisch, verdichteten Raumes geleistet.
Dabei wird auch die kommende Entwicklung der Nachbarliegenschaft berücksichtigt.
Der Lösungsvorschlag bildet an allen Fronten klar erkennbare Stadtkanten bzw. Fluchten und definiert damit auch großzügige städtische Freiräume.

Äußeres Erscheinungsbild
Der Sockel und die geometrische Form einer auf den Kopf gestellten Pyramide bilden die architektonische Komposition. Die Fassade wird durch ihre einheitliche, maßstäblich an die Großform des Arenagebäude angepasste Gestaltung in heller, weißer Farbgebung geprägt. Die Rhombusform der Fassadenelemente folgt und unterstreicht damit auch die prägnante Geometrie des Arenagebäudes.

Konstruktionskonzept
Die Tragkonstruktion des Daches wird durch eine Raumfachwerkkonstruktion aus orthogonal zueinander ausgerichteten Fachwerken gebildet, die die gesamte Halle überspannen.

Die Stützen werden V-förmig im selben Raster wie die Fachwerke angeordnet, wobei die vordere, vertikale Stütze eine Druckstütze darstellt, während die hintere, schräg geneigte Stütze als Zugstütze fungiert. Dadurch kann eine Rahmenwirkung für die Fachwerke realisiert werden, die zu einer weit wirtschaftlicheren Ausführung der Fachwerke führt und darüber hinaus die Verformungen des Dachtragwerks wesentlich minimiert.

Durch die Zusammenwirkung der Fachwerke als räumliches Tragsystem und die Realisierung einer Randeinspannung der Träger, können auch die hohen Anhängelasten problemlos gewährleistet werden.
Die Aussteifung der Halle gegen horizontale Einwirkungen wird durch die Stiegenkerne in Massivbauweise realisiert.

Die Tribünenkonstruktion besteht aus Tribünenträgern mit Tribünenstufen, welche auf Stützen aufgelagert sind. Die Ausführung der Tribünenträger kann in Fertigteilbauweise erfolgen, wodurch sich durch die Vorfertigung eine wesentliche Bauzeiteinsparung ergibt.
Zwischen den Tribünenträgern spannen die Tribünenstufen, welche ebenfalls als Fertigteile vorgesehen werden.

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