Lehre, Forschung, Didaktik

Das Bauen ist sehr komplex geworden und wird in der Zukunft noch komplexer sein. Der Kreis der Akteure die im Bau beteiligt sind dehnt sich immer mehr aus. Die gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen die unsere Zeit charakterisieren, fordern eine permanente Hinterfragung unseres Berufsverständnisses. Und wir als Architekten sollen alle Zusammenhänge verstehen, reflektieren und beherrschen können.

Architektur vereint Mensch und Ressource mit  Entwurf, Technologie und Baupraxis auf eine generalistische, integrative Art.

Wenn wir uns die Frage stellen: Was lernen Studierende heute im Architekturstudium?
bzw. was sollen sie lernen? müssen wir und gleichzeitig noch eine andere Frage stellen:
Was sollen die Studierende nach dem Studium können?
Ich versuche es in einem Satz zu formulieren: Sie sollen die Architektur mit Verstand, Hand und Gefühl integrativ denken, um später selbst die Lebensräume für Menschen und ihre zukünftige Gesellschaft  kreieren zu können.

Didaktik

Eine Architektur im Voraus zu denken, die ersten strukturellen, räumlichen, sinnlichen oder atmosphärischen Festlegungen entwerfend zu konkretisieren, erfordert Paralleldenken und mehrdimensionale Betrachtung der Einheit des Gebildes von Mensch, Raum, Konstruktion und Form.

Diese Komplexität der Architektur und des Bauens lässt sich nicht durch das reine Akkumulieren des Wissens, oder das Reduzieren des Gesamten auf gewählte Parameter bewältigen.
Die Fähigkeit die mehrfache Parallelität von Denken und Handeln zu steuern, scheint mir elementar und essenziell für die Realisierung architektonischer Absichten.
Sie ist eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für die Tätigkeit der künftigen Architektinnen und Architekten.

Gleichzeitig lässt sich erkennen, dass für ArchitekturstudentInnen gerade simultane Denkprozesse, die die Wechselwirkung zwischen Kontext, Konzept, Raumorganisation, Konstruktion und Raumstimmung, mit dem Ziel zu einem synthetisierenden Ergebnis zu gelangen, eine Hürde darstellen. Das ist verständlich, weil diese die aller schwierigsten Schritte im Entwurfsprozess sind.

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, steht im Zentrum der Methodik der konsekutive Ablauf der Lehre, der das systematische Anschaffen, Erarbeiten und Vermitteln von Wissen ermöglicht.

Das Transformieren und Übersetzen von konzeptuellen Formulierungen und Strategien in physisch-räumlich erfahrbaren Strukturen und Konstrukte ist ein lang dauernder Prozess. Architektur braucht Zeit.  Auch das Studium braucht Zeit.

Dabei gilt es, die Methoden, Strategien und Techniken gemeinsam als Entwurfswerkzeuge zu erforschen und zu entwickeln. Diese handwerklichen Qualitäten sollen durch ständiges Üben verinnerlicht werden, damit man sie letztendlich individualisieren und personalisieren kann.
Es geht nicht darum, die vorgefassten Bilder der Architektur zu kopieren, sondern um die Schaffung der eigenen Architekturwirklichkeit.

Die Studierenden sollen ermutigt werden, sich zu neugierigen Suchenden und kritischer Denker zu entfalten.

20 Jahre Sommerworkshop übergänge: Die Erprobung einer neuen Stadt

Im Jahr 2000 konzipiert Sascha Bradic das Projekt [übergänge] im Rahmen des Entwerfens am Forschungsbereich Wohnbau und Entwerfen an der TU Wien. Seit 2016 wirkt auch Amra Dzinic als Lehrende bei Workshop [übergänge] mit.

Workshop [übergänge] umfasst einen architektonischen Workshop unter der Teilnahme von bekannten internationalen Architekten, Studienreise, begleitende Vortragsreihe, Ausstellung aller Projekte sowie die Herstellung eines Katalogs.

Zusätzlich organisieren Sascha und Amra weitere Entwerfen in Zusammenarbeit mit Bauträger, Stadt- und Raumplaner, Landschaftsarchitekten sowie verschiedenen Akteuren aus den Bereichen Stadtentwicklung und Architektur.

2020 – Workshop Übergänge

Workshop [übergänge] feiert sein 20-jähriges Jubiläum!
Ein Workshop am Adriatischen Meer, was will man mehr?
Wann? 25.09. – 03.10.2020
Wo? Rovinj

Mehr dazu: https://www.facebook.com/uebergaenge

2019 - Wie werden wir morgen wohnen

In Zusammenarbeit mit der Alpenland reg.Gen.mbH erproben unsere Lehrende zusammen mit Bachelor- und MasterstudentInnen unter dem Motto "Wie werden wir morgen wohnen" eine neue Stadt für St. Pölten.

2019 - Wie werden wir morgen wohnen - Ausstellung

Am 21.02.2020 hatten unsere Studenten die Gelegenheit ihre Semesterarbeiten bei der sehr gut besuchten öffentlichen Ausstellung vor Anrainern der Trautsonstraße sowie dem Stadtrat Harald Ludwig und Gemeinderat von St. Pölten Florian Krumböck zu präsentieren.

Mehr dazu: https://www.gbv-aktuell.at/niederoesterreich/news/591-spannende-kooperat...

2019 - Vernissage Übergänge

[übergänge] Vernissage 2019 findet am Freitag den 29.11. 2019 um 19:00 Uhr statt!
Feierlich präsentieren unsere StudentInnen ihre ausgearbeiteten Projekte vor.
Wo? IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

2018 - Vernissage Übergänge

[übergänge] Vernissage 2018 findet am Freitag den 30.11. 2018 um 19:00 Uhr statt!
Feierlich präsentieren unsere StudentInnen ihre ausgearbeiteten Projekte vor.
Wo? IG Architektur, Gumpendorfer Straße 63B, 1060 Wien

2018 - Wohnquartier

Das Bachelor- sowie Masterentwerfen „WOHNQUARTIER – mehr als wohnen“ befasst sich mit einem Teil der Nordbahnhofgeländes, der als Wohnquartier zu gestalten gilt.

2018 - Vernissage Wohnquartier

Im Rahmen der OPEN DAYS und der Architekturtage 21 vom 11.-12.06.2019 hatten unsere Studenten die Gelegenheit ihre Semesterarbeiten bei der sehr gut besuchten öffentlichen Ausstellung in der Nordbahnhalle zu präsentieren.

Mehr dazu: https://architekturtage.at/2019