Volksschule Höchst

Projektdaten

Jahr

Status

Typologie


47.4643, 9.6273

STÄDTEBAULICHE SITUATION / ARCHITEKTUR

Die Auseinandersetzung mit dem Kontext im Hinblick auf seine Landschaftsqualitäten sowie die Lage des Grundstücks ergeben, in Bezug auf die Vorgaben, die Gliederung der Baumassen und Positionierung am Grundstück. Die Schaffung einer  unverwechselbaren Ausgestaltung der Baukörper, unter Berücksichtigung einer optimalen, funktionalen und wirtschaftlichen und ökologischen Umsetzung, bildet den Ausgangspunkt des konzeptuellen Ansatzes.

Eigenständige, solitäre Anordnung des zweigeschossigen, kompakten Schulbaukörpers mit optimaler Umsetzung der Räumlichkeiten lt. Raum- und Funktionsprogramm. Direkten Anbindungen zu den bestehenden Grünflächen sowie einer unmittelbaren Verbindung zum und vom Kindergarten sowie öffentlichen Erschließungsachsen werden vorgeschlagen.

Gliederung und Fassung des Freiraumes durch die Positionierung des neuen Baukörpers. Schaffung von neuen Gartensituationen mit ideal nutzbarem, der Schule zugeordnetem Freiraum im Erdgeschoß und den Lerneinheiten direkt zugeordneten Freibereichen im Obergeschoß. Für alle Unterrichts- und Lernzonen wird auf Grund der Positionierung des Baukörpers eine optimale Besonnung erreicht.

ERSCHLIESSUNG

Die Erschließung des neuen Schulgebäudes erfolgt über einen Vorplatz und Pausenhof, die als Puffer und Übergang von der Gaißauer Straße dienen, direkt sowie über einen Windfang in die Aula, die als zentrale Drehscheibe und Kommunikationsbereich organisiert wurde.

Die Eingangsachse, die eine direkte Verbindung zum Grünraum und offene Lernzone schafft, bietet, durch individuell zuschaltbare Räummöglichkeiten (Speiseraum, Bewegungsraum) und Erweiterungen, eine multifunktional nutzbare Kernzone.

Das innere Erschließungskonzept mit zentraler Aula ermöglicht eine klare Orientierung und kurze Wege, horizontal und vertikal, im gesamten Gebäude. Für die Schüler werden individuell nutzbare und gestaltbare Unterrichtsbereiche sowie neue Spiel- und Lernlandschaften geschaffen.

Durch die geschoßweise Trennung ist eine klare Orientierung für die Kinder gegeben. Gemeinsam genutzte Bereiche wie Turnsäle, Multifunktionsraum oder Sitzstufen sind zentral über kurze Wege zu erreichen.

Der außerschulische Zugang der Turnhalle sowie die Anlieferung der Küche erfolgt über gesonderte Eingänge bzw. kann auf Wunsch auch über den Haupteingang organisiert werden.

Die Parkplätze für Lehrer und Besucher sind an der westliche Seite des Grundstücks hinter einer begrünten Böschung situiert.

Die Fußwegachsen werden in die Schulfreiräume integriert und bilden gemeinsam mit den Sport- und Spielflächen ein Feld verschiedenster Aktivitäten. Der Freiraum dient als Treffpunkt für die SchülerInnen und Jugendlichen aus der Umgebung.

ORGANISATION / FUNKTION / INNENRAUM

Die innere Organisation der einzelnen Einheiten ist übersichtlich über kurze Wege realisiert. Die Aula ist gleichzeitig Drehscheibe, Treffpunkt und Verteiler für die verschiedenen Bereiche und erstreckt sich über 2 Geschosse.

Die Nutzungsbereiche sind in allen Geschossen klar getrennt, wodurch kurze Wege und eine einfache Orientierung erreicht wird. Multifunktionale und flexible Nutzung der Aufenthaltsbereiche und Lernräume sowie teilweise der Aula als: Erschließungs- Bewegungsräume, Gruppenarbeit- und Aufenthaltsraum, Lerninsel für offenen Unterricht mit der Auswechslung zw. Lernen und Freizeit, Ruhe und Erholung.

Das Konzept ermöglicht einen offenen ganztäglichen Schulunterricht mit Übersichtlichkeit (Sicherheit), Freiheit und Rückzugmöglichkeiten für die Kinder. Alle Klassenräume verfügen durch die den Räumen vorgelagerten Terrassen über direkte Zugänge zu den Freiflächen.
Die zentrale Aula im Schwerpunkt bietet die Möglichkeit, eine offene kommunikative, über kurze Wege erschlossene Schule umzusetzen, die ein Miteinander ermöglicht. Eigenständige Bereiche mit optimalen Verhältnissen in Bezug auf Funktion, Ausrichtung, Kommunikation, können mit anderen Bereichen optimal interagieren.

Die Verwaltung wird im 1. Obergeschoß situiert und jeweils über kurze Wege, horizontal und vertikal, an die Lerneinheiten und den Eingangsbereich angebunden. Durch die Strukturierung der Grundrisse kann von allen Klassen und Gruppen eine großzügige individuell gestaltbare Lern- und Spiellandschaft geschaffen werden.

Der wichtige multifunktionale Bereich wird im Erdgeschoß situiert um für alle Schüler kurze Wege zu ermöglichen und im Nahebereich der Lehrer optimale Aufsichtsverhältnisse und Zugänge zu Freiluftbereichen und Loggien anzubieten.

Der Küchenbereich im Erdgeschoss wird zentral mit Anschluß an die Aula situiert. Kurze Wege zwischen den Einheiten, kurze Anlieferungswege, sowie optimale Belichtung aller Räume werden geboten.

Für größere Veranstaltungen bestehen vielfältige Möglichkeiten die einzelnen Bereiche im Erdgeschoß wie Aula, die Sitzstufen und den Speiseraum, mit den Außenräumen zu großen gemeinsamen Bereichen zusammenzulegen und großzügige Räumlichkeiten anzubieten.

Die Anordnung der Turnhalle ermöglicht eine einfache externe Nutzung und einen möglichen klaren Abschluss zum restlichen Gebäude.