Technologie- und Wissenschaftscampus Aspern

Projektdaten

Jahr

Status

Typologie

Größe


48.2229, 16.508

Neubau des Technologie- und Wissenschaftscampus
Seestadt Aspern

2. Stufe, Architekturwettbewerb, 2016

Städtebauliche Einbindung
Der Forschungs- und Wissenschaftscampus Seestadt Aspern ist ein Leuchtturmprojekt, das auf den Erfahrungen des bereits realisierten Aspern IQ Gebäudes aufbaut und dessen positive Eigenschaften aufgreift und sinnvoll weiterentwickelt.

Das Überdenken der Gestaltung des bestehenden Areals, in Hinblick auf seine Gesamtheit, die Formulierung der Zugänge, eines öffentlichen Platzes, Einbindung zum IQ Aspern, sowie die Schaffung einer unverwechselbaren Ausgestaltung der Baukörper, unter Berücksichtigung einer optimalen und wirtschaftlichen Umsetzung, bilden den Ausgangspunkt des konzeptuellen Ansatzes.

Campus Aspern – A place to Be
Die Erdgeschoßzonen bilden einen Sockel. Versetzt angeordnete und rhythmisierte Baukörper bestimmen die Hauptansicht von der Christine-Touaillon-Straße. Horizontale und vertikale Gliederung der Elemente bilden eine unverwechselbare städtebauliche und architektonische Komposition der Baukörper, die ein hohes Maß an Modularität zulässt:

Die Baukörper staffeln sich geschoßweise ansteigend in kleinere Einheiten zusammen. Dadurch kann nutzer- bzw. nachfrageabhängig reagiert werden und in kleineren Schritten der Mietflächenanteil reduziert bzw. erweitert werden. Diese Schichtung der Baukörper schafft eine nutzerflexible Staffelung der Büroeinheiten und einen flexiblen Mietflächenanteil – gleichzeitig wird eine Immobilie geschaffen mit hohem Wiedererkennungswert und zeitloser Attraktivität.

Die Überlagerung mit dem Grundstück und dem Freiraum ergibt ein komplexes urbanes identitätsstiftendes Gebilde. Der Freiraum bietet mit den Übergängen vom Campus „Seestadt Stern“ differenzierte öffentliche und halböffentliche Bereiche an und bildet im Bereich des ruhigen Innenfeldes einen grünen Teppich der sich über die schräge Fläche der Sockelzone bis zur Ebene des 1. Obergeschoßes – Piano Nobile erstreckt. Somit entsteht ein halböffentlicher Bereich mit bespielbaren Oberflächen, Treffpunkt, Verweilzonen, Sitztreppen und Wiesen zum Liegen, Sitzen in der Schräge und auf der Ebene des Piano Nobile.

Architektonische Konzeption
Das Erdgeschoß entwickelte sich aus dem Abdruck, der maximal zulässige Verbauungsgrad (60% der Bauplatzfläche) wird nicht überschritten, die Teilung der Multifunktionsflächen weist eine hohe Flexibilität auf. Im Entwurf wurden der Haupterschließung Campusgasse - in der Mitte der beiden Gebäude Sonderfunktionen zugeordnet, um einen belebten, florierenden, spannenden Verkehrszweig in der grünen Mitte des Masterplans zu generieren.

Die Gebäudeklasse II wurde grundsätzlich nicht überschritten, lediglich werden die Gebäudeteile im 3. und 4. OG („Schachteln“) als Gauben, die max. Höhenentwicklung von 7,5m nicht überschritten ausgebildet. Die BL wurde von Add-on-Fassade nicht überschritten.

Add-on Campusgasse Über die Eingänge gelangt man in die Campusgasse, die sich mit ihren Nischen in die angedockten Foyer-Flächen sowie Stiegenhauskerne erweitert. Diese Liftlobby / Stiegenhausvorräume dienen, mit einer eleganten Ausgestaltung, als Verteiler der horizontalen- und vertikalen Erschließungsflächen für die künftigen Mitarbeiter.

Die Erweiterungsflächen der Campusgasse werden befüllt mit „Add-On Räumen“, also öffentliche bzw. halb-öffentliche Bereiche wie Foyer, Aufenthaltszonen: öffentlicher Monitoring Bereich, Zonen zum Sitzen und Verweilen, Pausenflächen, sowie allgemeine Funktionsflächen und sonstigen Nebenräumen. Diese (Verkettung) Abfolge von Erschließung und öffentlich bis halböffentliche Funktionen bildet das Herzstück des Forschungs- und Wissenschaftscampus in der Seestadt Aspern.

Der Raster der äußerst wirtschaftlich dimensionierten Baukörper (50x20 Meter) baut auf ein Büroregelraster von 1,35 m Achsmaß auf und sie verfügen über kein Untergeschoß! Dadurch kann ein Maximum an direkt zuordenbaren Bürofunktionen generiert werden (Verhältnis BGF/Nettonutzfläche NNF)

Konstruktion, Fassade mit ADD-ON Effekt
Die Regelfassade des Campus Aspern definiert sich durch eine konventionelle, wirtschaftliche Konstruktion aus Betonsturz- und Brüstung, die durch ihre Einfachheit stark im Beton und Bewehrungsvolumen reduziert werden kann, mit einer kostenschonenden Hartschaumdämmung (Polystyrolplatten mit niedriger Herstellerenergiekennzahl – Reduktion von Grauer Energie) die durch einen glatten, weißen Putz mit einer Aqua-Lack Beschichtung ausgeführt wird.

Fenster sind als Leichtmetall-Elemente in der Flucht der VWDS vorgesehen. In den seitlichen Flanken des Fensterelementes sind Lüftungslamellen für eine wettergeschützte, nächtliche Kühlung situiert.