Sport-Arena Wien

Projektdaten

Jahr

Status

Auszeichnung / Phase

3.3. Platz

Typologie

Konsulenten 


48.2106, 16.4241

EU-weiter, Architekturwettbewerb, 2021

Positionierung des Baukörpers im Wettbewerbsgebiet

Der Baukörper der Arena Wien wird mit seiner klaren Form als städtebauliche Geste freigestellt und kommt mit seinem prägnanten, zweigeteilten Volumen selbständig und unverkennbar zur Geltung. Die Volumina folgen im Wesentlichen den geometrischen Vorgaben der Sporthallen, bilden eine Komposition aus einem parallel zur Donau orientierten unterem und einem um 90° gedrehten oberem Volumen.

Die Konstellation des sich damit abzeichnenden, ausgewogen proportionierten Baukörpers strukturiert die Übergänge und gliedert die Fassadenfronten, sie wertet zusammen mit dem neu zu errichtenden Fernbusterminal die urbane Stadtstruktur auf.
Es wird ein großzügiger Vorplatz, eine Plaza des Sportes, geschaffen. Dieser bittet, neben dem Zugang der Sportler und Besucher einen offenen, urbanen Raum der als Kristallisationspunkt für die Umgebung dient.

Das oben liegende Volumen der Sportarena wird an den Handelskai gerückt und ergänzt damit, in Verlängerung des geplanten Riegels des Fernbusterminals, die städtebauliche Kante zur Donau.

Das an beiden Hauptfronten auskragende Volumen der oben liegenden Leichtathletikhalle markiert zum Platz hin - allgemein verständlich - die Eingangssituation und schafft einen witterungsgeschützten Zugang, Treffpunkt und Platz zum Verweilen. Zur Hauptverkehrsstraße Handelskai, zur Donau mit Donauradweg hin schafft das analoge Erscheinungsbild einen hohen Wiedererkennungswert. Die Sportarena erhält eine prägnante Signalwirkung, wird dem Stellenwert des Sports gerecht.

Die einzelnen Funktionsbereiche in der Sportarena werden sehr bewusst gesetzt:

- die Ballsporthalle hat über den Umlauf Außenbezug, sowohl nach Nordosten zur Donau als auch nach Südwesten zum Vorplatz – mit ihrer großzügigen Außenwirkung ist sie das Aushängeschild der Sportarena.

– die Kunstturnhalle wird zum Park orientiert, großzügige Blickbeziehung für die – zumeist jungen – Aktiven wird ein hoher Stellenwert beigemessen

– Multifunktionsräume und Cardio, Motorik werden nach Südosten orientiert und bilden die belebte Fassade zum Fernbusterminal.

Die Großform des Arenagebäude erhält eine differenzierte, sich an -über den Tagesverlauf adaptierende Lichtsituationen anpassende - Gestaltung mit opaken bzw. semitransparenten Elementen in heller Farbgebung.
Die Fassadengestaltung mit ihrer rhythmischen Wiederholung der konkav gekrümmten Elemente ermöglicht eine weiche Einfügung in den Grün- und Straßenraum. Die Sportarena weist damit ein unverkennbares Erscheinungsbild auf. Neben der gestalterischen Funktion der Fassadenebene, wirkt diese mit ihrer hellen Farbgebung der Erhitzung entgegen, aufgrund ihrer Luftdurchströmung schafft sie einen Puffer für optimale klimatische Bedienungen.
Der Sockelbaukörper erhält eine erdgebundene, rankende Fassadenbegrünungen und wirkt damit der Bildung von Urban Heat Islands entgegen. Die begrünte Sportarena wird damit in den umgebenden Park und in den donaubegleitenden Grünraum eingebunden.

Die Dachflächen des Sockelvolumens werden begrünt, die Dachfläche der Leichtathletikhalle bekommt eine Photovoltaik-Großanlage. Die Dachentwässerung der oberen Halle wird in Zisternen gesammelt und zur Bewässerung genutzt.

Mit der anlassbezogenen Beleuchtung (Veranstaltungen, Wettkampf, Training etc.) wird die Wahrnehmung der „belebten“ Sportarena hervorgehoben.

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