Schulzone Innichen

Projektdaten

Jahr

Status

Typologie


46.7323, 12.2849

Neubau und Erweiterung
Schulzone Innichen, (IT)

Beitrag, Architekturwettbewerb, 2014

Städtebauliche Gesichtspunkte, Gestaltung, Raum- und Funktionsprogramm

Die Ausrichtung des Grundstückes sowie die Bestandssituation in Bezug auf die Vorgaben für die Schulzone Innichen ergeben die Positionierung und Gliederung der Baumassen am Bauplatz. Das Überdenken der Gestaltung des Gebietes in Hinblick auf seine Gesamtheit, die Formulierung des Zugangs und die Benutzung des Freiraumes, unter Berücksichtigung einer optimalen und wirtschaftlichen Umsetzung, bilden den Ausgangspunkt des konzeptuellen Ansatzes. Die Umgebung bekommt ein identitätsstiftendes städtebauliches Zeichen.

Die Anordnung des drei- bis viergeschossigen Baukörpers der Mittelschule mit direktem Zugang über die bestehende Eingangssituation sowie einer unmittelbaren Anbindung zum Straßenraum und Wegenetz der umliegenden Siedlungsstrukturen, inklusive Formung eines attraktiven Vorplatzes, der als Übergang vom öffentlichen in den halböffentlichen Bereich dient, sind die Basis für die Umsetzung.

-Die Gliederung und Fassung des Freiraumes wird durch die Positionierung des neuen Baukörpers der Mittelschule und der Schaffung einer neuen Vorplatzsituation mit ideal nutzbaren, den SchülerInnen sowie Bildungsräumen direkt zugeordnetem Freiraum erreicht.
-Der drei- bzw. viergeschossige Baukörper der Mittelschule wird, mit Trennung zwischen halböffentlichem Programm im Erdgeschoß/Halbgeschoß und privatem/schulischen Bereich (Klassenverbund) in den Obergeschossen, geplant.
-Durch die Lage der beiden Baukörper wird ein effizienteres Freiraumangebot mittels den großzügigen Lern- und Aufenthaltsbereichen sowie eine optimale Besonnung erreicht.
-Entlang dem Baukörper der Mittelschule ist der langgestreckte Vorplatz als lineare Übergangs- Aufenthalts- und Pufferzone mit Treffpunkten, Sitzgelegenheiten und Fahrradabstellflächen angeordnet.
-Der Bolzplatz bleibt aufgrund des hohen Erkennungswertes und außerschulischer Nutzung in seiner bisherigen Form und Position erhalten.
-Größtmögliche Freiflächen, Nutzungen und schaltbare Bereich werden geschaffen. Die dichte Vegetation Lärchenhain schirmt vor den unangenehmen Nord-Süd Winden ab.
-Die innere Organisation der einzelnen Klassenverbände, Spezialräume und Gemeinschaftsräume ist übersichtlich über kurze Wege realisiert. Die Freisinger Straße ist gleichzeitig Eingang der Mittelschule und Verteiler der verschiedenen Bereiche (kurze Wege und daher einfache Orientierung). Darüber hinaus werden Begegnungsräume angeboten.
-Das Hauptgebäude der Mittelschule besteht aus einem Untergeschoss, einem Erdgeschoss mit Gemeinschaftsräumen und der prominent positionierten Bibliothek sowie zwei Obergeschossen mit den jeweiligen Klassenverbänden.
-Der zweigeschossige Kopfbau der WFO beherbergt einen einladenden Eingang mit Foyer der über die Alter Markt Straße zugänglich ist. Im oberen Geschoß befinden sich die Administrationsräumlichkeiten.

Freiraum Gestaltung

Die Schulzone ist angrenzend an bestehende und übergeordnete Freiräume und Sportanlagen situiert. Somit  wird die Freiraumgestaltung als verbindendes Element im Stadtraum definiert. An der Freisinger Straße wird der Freiraum zu einer platzartigen Erweiterung der Straße aus. An der Alter Markt Straße wird der Zugangsbereich einladender gestaltet um der WFO eine Visitenkarte und Identitätsstärkung zu verleihen.

Platz und Rahmen – Die Übergangszone

-Der Platz an der Freisinger Straße ist ein Begegnungsort sowohl zwischen den SchülerInnen als auch für die Bewohner. Entlang des Gebäudes zieht sich die befestigte Oberfläche als Rahmen rund um das Gebäude. Dies ermöglicht eine geschützte Nutzung des Freiraums unter dem auskragenden Vordach des 1. OG.
-Im Sinne des Gender Mainstreaming werden durch die Anordnung der Aktivitätsfelder am Vorplatz Angebote geschaffen, die Gruppen von SchülerInnen unterschiedlicher Größe einlädt den Raum für sich zu beanspruchen.
-Die unterschiedlichen Angebote sind nicht durchgehend exponiert, sodass von anderen SchülerInnen ein unbeobachtetes Spielen und Sport ermöglicht wird. Das ist z.B. für ältere Mädchen, unsichere oder auch nicht sportliche Kinder wichtig.
-Die beiden Terrassen in den oberen Geschossen erweitern jeweils die angrenzenden Nutzungen in den Außenraum. Diese können wahlweise auch für Veranstaltungen mitgenutzt werden.