Volksschule Essling

Projektdaten

Jahr

Status

Typologie

Größe


48.2149, 16.5269

Volkschule Esslinger Hauptstraße, Wien

Neubau und Erweiterung
1. Platz, Architekturwettbewerb, 2012

Konzept

Die Volksschule Essling erfährt eine Erweiterung des Bestandsgebäudes um acht Klassenräume,  zwei Gruppenräume sowie Freizeiträume. Aufgeweitete Gang- und Stiegenhausbereiche schaffen Raum für Kommunikation und Vernetzung. Ein Gymnastiksaal ermöglicht in der Erdgeschoßzone der Schule eine multifunktionale Schaltbarkeit in unterschiedliche Raumsequenzen - von kleine klassenübergreifenden Veranstaltungen bis hin zum großen Schulfest.

Architektur

Bei dem Zubau handelt es sich um eine Erweiterung des bestehenden Volksschulgebäudes. Dabei wird der Bestand um acht Klassenräume, zwei Freizeiträume und einen Gymnastikraum einschließlich aller erforderlichen Nebenräume erweitert.

Da in der Schule auf Ganztagsschulbetrieb umgestellt wird, werden auch Speisesaal mit Aufwärmküche samt allen Nebenräumen für den gesamten Schulbetrieb sowie zwei Freizeiträume eingeplant.
Die nördliche Grundstücksgrenze ist nach wie vor zum Straßenraum offen. Es bietet sich an, durch den neuen Baukörper den Garten zum Straßenraum nach Norden abzuschließen. Es wird ein kompaktes Gebäude geplant, das entlang der geschwungenen Baufluchtlinie die vorhandene Fläche bestmöglich ausnützt und den größtmöglichen Freiraum mit einer fast geschlossenen Hofsituation aufwertet. Im Osten wird bis zur Grundstücksgrenze gebaut.

Die Anbindung an den Bestand erfolgt in jedem Geschoß (UG, EG und 1. OG), wobei die Eingriffe in den Bestand sich auf die Herstellung eines Durchbruches pro Geschoß beschränken. Dies ermöglicht auch die unabhängige Errichtung des Zubaus bei laufendem Betrieb des Bestandes. Das kompakte Gebäude bietet so eine größtmögliche unbebaute Freifläche, die für verschiedenste Freiluftnutzungen geplant wird. Durch Einschnitte in das Volumen des neuen Baukörpers entstehen Terrassen und Loggien, wodurch geborgene Freiluft- Nutzungsbereiche so in allen Geschossen möglich werden. Vorspringende Erker an der Straßenfassade definieren die Eingangssituationen und spezielle Nutzungen.

Dieser umlaufend schiefergraue Baukörper wird durch die hellen Einschnitte punktuell aufgelöst und erlaubt somit weite Ausblicke in die Umgebung. Durch den Kontrast der vertikal angeordneten dunklen Metallfassade und der großzügigen Glasflächen entsteht ein elegantes Spiel der Proportionen. Die Kombination der straßenfolgenden Hauptfassade und der vorspringenden Erker, welche die Umgebung wortwörtlich reflektieren, bildet eine Skulptur welche sich gleichzeitig von der Umgebung absetzt aber sich in diese trotzdem einfügt. Die mit Licht befluteten Innenräume sollen nicht nur zum Lernen sondern auch Verweilen einladen. Außerdem wurden die Schüler eingeladen selbst auch mitzugestalten indem sie mit eigenen Handabdrücken, wie im Innen- sowie Außenraum, der neuen Identität der Schule beigetragen haben.