Sanierung Parlament Republik Österreich

Projektdaten

Jahr

Status

Typologie

Größe


48.2081, 16.3584

Generalsanierung Parlament
Repubik Österreich

2. Stufe, Angebot Generalplanerleistungen

Prämissen

Grundsätzlich basiert das Konzept auf Wahrung der gestalterischen Gedanken, einerseits des in der Architektur des Historismus erbauten Gebäudes von Theophil Hansen und andererseits auf dem Umbau des Nationalratssaales, unter den Einflüssen der Nachkriegsmoderne von Architekten Fellerer und Wöhrle.

Alle notwendige Interventionen und effizienz steigenden Maßnahmen mit ihrer zeitgemäßen Herangehensweise ergänzen das gesamte Ensemble des Parlaments. Die Lösungsansätze entsprechen dem kulturellen Kontext des 21. Jahrhunderts und den Vorgaben für eine nachhaltig orientierte Sanierung für eine Erneuerung im Sinne der Schaffung eines zeitgemäßen, zukunftsorientierten Parlamentsbetriebes.

Im Kontrast zu dem, an der Antike orientierten und in dem Maschinenzeitalter erschaffenen, historischen Gebäude und späterem Umbau in der Tradition der Moderne, verstehen wir unseren Beitrag als Ergänzung und Fortsetzung des Hauptwerkes.

Historismus – Nachkriegsmoderne – Architektur 2.0

 

Gesamtlösungsansatz

Der Gesamtlösungsansatz für Sanierung und Nutzung des Parlamentsgebäudes, geteilt in Grundsanierung und effizienzsteigenden Maßnahmen, basiert auf dem Leitgedanken einer Sanierung des Bestandes mit klar gesetzten, selbstbewußten und zeitgemäßen Sanierungsmaßnahmen und Ergänzungen.

Das Gebäude wird in seiner überaus klaren Struktur von Theophil Hansen nicht verändert. Auf den historischen, und denkmalgeschützten Bereich wird größtmögliche Rücksicht genommen. Neue Interventionen sichern einen zeitgemäßen und zukunftsorientierten Parlamentsbetrieb.

Diese Interventionen beziehen sich einerseits auf notwendige infrastrukturelle Maßnahmen, wie zusätzliche (oder zu sanierende) Stiegenhäuser zur erforderlichen Entfluchtung, Nutzung bisher unbenutzter räumlicher Kapazitäten wie „Amphitheater“, „Magistrale“, Bücherspeicher und BV-Saal sowie die effizienzsteigernden Maßnahmen im Dachgeschoß (über NR-Saal und zentraler Achse über Säulenhalle) für neue Lokale und Restaurant / Cafeteria) Ergänzt werden diese Stiegen durch neue Stiegen in den Räumen neben BRSaal und Sprechzimmer sowie Lokal VI und neben Hof 1 und 8.

Diese Stiegen entfluchten die neuen Lokale im 2.OG die Personen aus den Effizienzmaßnahmen für Restaurant / Cafeteria im möglichen DG-Ausbau als auch im EG (Amphitheater, Magistrale).

Damit können in einer Bauetappe alle erforderlichen Sanierungsmaßnahmen und die Rohbaumaßnahmen für die Eiffizienzsteigerung in einem Zug umgesetzt werden. Für den Ausbau des DG über dem NR-Saal bzw. über der zentralen Längsachse können diese Sanierungsmaßnahmen von außen, ohne große Störungen des Parlamentsbetriebs umsetzt werden.