Bürgerzentrum Böheimkirchen

Projektdaten

Jahr

Status

Auszeichnung

FFertiggestellt

Typologie

Größe


48.1978, 15.7624

Neubau und Sanierung Rathaus
Bürgerzentrum Böheimkirchen

1. Preis, EU-weiter Wettbewerb

Architektonisches Konzept

Bei dem Projekt Bürgerzentrum Böheimkirchen handelt es sich um die Sanierung des Rathauses und den Neubau des Bürgerzentrums. Es ist beabsichtigt, ein modernes, zeitgemäßes und bürgernahes Zentrum zu schaffen, wo man sämtliche Informationen und Betreuung bekommen kann. Im sanierten Bestandsgebäude werden neue Räumlichkeiten der Gemeinde, wie das Bauamt, Standesamt, die Räumlichkeiten des Bürgermeister, Büros und notwendige Nebenräume, sowie ein behindertengerechter Aufzug angeordnet. Im neuen Gebäudeteil sind  Räume für die Besucher, die Gemeindearbeit und größere Menschenversammlungen geplant.

Das bestehende Gebäude des Rathauses wird durch einen Zubau erweitert und das Dachgeschoß durch die darauf liegende Terrasse ausgebaut. Die nördliche Grundstücksgrenze ist nach wie vor die Grenze zum Straßenraum, die südliche wird durch den im Auftrag gegebenen Teilungsplan neu festgelegt. Das neue Gebäude grenzt an die bestehende Stützmauer, die nach jetzigem Stand der Erkenntnis bleiben wird.

Der neue kompakte Baukörper über dem bestehenden Gebäude, bildet eine Dachgeschoß Ebene und ermöglicht mit seiner Ausformung und Dimension eine neue Interpretation der Dachlandschaft und die bestmögliche Ausnutzung der Räume bezüglich des vorgegebenen Raum- und Funktionsprogrammes.

Die Anbindung an den Bestand erfolgt in jedem Geschoß (UG, EG, 1. OG und 2.OG), wobei die Eingriffe in den Bestand sich auf die Herstellung eines Durchbruches und der Übergänge in jedem Geschoß, sowie auf die Sanierung und Ertüchtigung des gesamten Gebäudes konzentrieren.

Der Zubau weist ein Untergeschoß, Erdgeschoß und 2 Obergeschoße auf. Die einzelnen Geschoßhöhen richten sich nach dem Bestandgebäude, um den Bestand auch barrierefrei anbinden zu können.

Der Zubau verfügt über einen neuen, großzügigen Zugang. Das Foyer, welches als Drehscheibe und Verteiler für den Bestand und den Neubau dienen soll, verfügt über Nebenräume und entsprechende Wartezonen für Besucher und Parteien, wie z.B. für das Bauamt oder die Räumlichkeiten des Bürgermeisters. Über die neue Stiege und den neuen Aufzug gelangt man barrierefrei in jedes Geschoß. Durch die Einschnitte in den Decken und Lufträumen, sowie großzügige Fassadenöffnungen wird der Blick durch das Gebäude und die Umgebung gelenkt. Diese Blickbeziehung unterstreicht die Funktion des neuen, offenen Gebäudes, hinsichtlich seiner Funktion als Treffpunkt der Bürger, Informationsplattform, Ort für Austausch und vielfältige Veranstaltungen.

Die innere Organisation der einzelnen Bereiche ist übersichtlich organisiert und über kurze Wege miteinander verbunden. Ein fließender Übergang zwischen den Funktionsbereichen sowie deren Zwischenräume, ermöglicht die im Betrieb notwendige Qualität der Nutzung. Aufenthaltsbereiche für die Veranstaltungen und Pausen sind den Räumen direkt zugeordnet und können nach Bedarf auch in ihrer Gesamtheit genutzt werden.