Wohnen am Mühlbachquartier

1.1. Platz

6 Gärten - 1 Zuhause
Wohnen am Mühlbachquartier

1. Preis - geladener Architekturwettbewerb, 2017
Gemeinsam mit: Alpenland + WET

Konzept

Das gemeinschaftliche Miteinander als zentraler Motivator für eine gesunde Quartiersbildung: Ein Nachhause kommen durch Gärten - Die Begegnung mit den Nachbarn - Ein netter Plausch im Garten.

Dieses Projekt ist eine Strategie, die ein städtisches Drehbuch anspricht, das auf einem Minimum an strukturierten Elementen und Richtlinien basiert und folglich die maximale Freiheit für Entwicklung erlaubt.

Das Gebilde: Der Winkel + sechs Villen + deren grüne Gärten, zeichnen sich wie eine Partitur durch Verschiedenartigkeit, Lebendigkeit, Anpassbarkeit, Durchlässigkeit und Variabilität aus. Die einzelnen kompakten Wohneinheiten sind einerseits ein Teil der gemeinsamen, flexiblen Struktur und anderseits offen für die individuellen Anpassungen.

Seit dem Pluralismus, Vielfalt, sowie Mehrfarbigkeit und Lebendigkeit sich zu den  Schlüsseleigenschaften des städtischen Raums entwickeln, werden die Programmvielfalt sowie Anpassungsfähigkeit/Flexibilität der Räume immer wichtigere Argumente bei der Wahl des Arbeits- und Wohnraumes.

Die neutrale Typologie und die ausgedehnte Fläche, auf der sich die Wohneinheiten erstrecken, erlauben Flexibilität für den Zwischenraum und für die Organisation des Wohnraums. Die Unterscheidung zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten, den Grenzen und den Übergängen, ist elastisch und wird von den Bedürfnissen der Bewohner bestimmt.

Mühlbachquartier - Gemeinsam Miteinander

Die Bildung von Gemeinschaften ist ein elementarer Punkt bei der Ausbildung von Wohnquartieren. Durch gemeinsame Treffpunkte – Die Lauben im Garten – treffen sich Eltern und ihre Kinder beim Spielen, Ältere Menschen beim Kräutersammeln, Berufstätige beim Nachhause kommen durch die Tiefgarage, oder Studenten die gerade mit dem Rad ankommen.

„Platzln“ - Kleine Plätze als Schnittpunkte im Wegenetz laden ein zum Verweilen und schaffen identitätsstiftende Räume zur Orientierung.

Die Gärten, großzügige Wiesen innerhalb des Quartiers bilden einen fließenden Freiraum und öffnen sich in Richtung Westen – dort dockt der Mühlbachpark, eine Spiel-, Freizeit-, und Erholungsfläche für die Bewohner an. Die Lage nahe es Mühlbachs sowie die Öffnung der Gärten in dessen Richtung schafft ein besonderes, naturnahes Mikroklima im Quartier.

Baukörperkomposition – Partitur der Gärten
Die Baukörper der Süd- und Ostbebauung sind durch ihre kompakte Erschließung als Häuser zu verstehen. Die kompakten Volumen springen entlang der Süd- und Ostkante zurück und bilden ein dynamisches, abwechslungsreiches Aufeinanderfolgen von Gebäuden. – dem Grünen Puffer

Im Zentrum des Quartiers finden die Gartenvillen gemeinsam mit den divergenten grünen Gärten Anwendung. Eine aufgelockerte Bebauungsweise wird durch hohe Effizienz bei der Baukörperkonzeption der Gartenvillen geschaffen – referenziert auf die Kerntypologien von Reihen- und Terrassenhäuser.