Dienstwohnungen der IST-Austria, Gugging

2.2. Platz

1. ALLGEMEINE ARCHITEKTONISCHE GRUNDSÄTZE

Das Konzept des Geländes für die Dienstwohnungen basiert auf dem Masterplan des neuen Campusgebietes, auf der bestehenden Bebauung des IST Austria Ensembles und der topographisch besonderen Landschaft.

Die Schaffung einer Wohnungsanlage mit einer unverwechselbaren Ausgestaltung, unter Berücksichtigung der Höhenentwicklung des Grundstückes und der Bedürfnisse der künftigen Bewohner, ist der Ausgangspunkt der konzeptuellen Idee.

Die Umgebung bekommt eine prägnante, städtebauliche Bebauungsstruktur:

_Unterbringung der 90 Wohnungseinheiten in 6 Wohngebäuden und Schaffung von größtmöglichem Freiraum.

_Anordnung von sechs zweigeschossigen, teilweise in den Hang eingefügten, kompakten und gegliederten Baukörpern.

_ Ausrichtung aller Wohneinheiten Richtung Süden, bzw. Richtung Westen und Osten.

_Schaffung des baulichen Abschlusses des Zugangbereiches des ISTA Areals mittels einer großen Freifläche sowie einem Garten (Grillplatz) im Südosten des Grundstückes.

Die Erschließung ist vom Parkplatz und Campusgelände, mit Rad- und Fußwegen bzw. vom Zentralgebäude über den Zufahrtsweg, geplant

Anlieferung, Ver- und Entsorgung finden über die bestehende Zufahrtstrasse statt.

Die Organisation des Grundstückes ist übersichtlich und über kurze Wege, barrierefrei für die geforderten Wohnungen, gegeben.

Die Wegeführung verbindet die Einheiten miteinander sowie mit der südostseitig gelegenen Zufahrtsstrasse.

Das Wegenetz für die verschiedenen Wohnungseinheiten und insbesondere deren Kreuzungen, dienen als Treffpunkte, und erweiterte Aufenthalt- sowie Verweilzonen für die Bewohner.

Die Verweilzonen, Sonnendecks/Bermen und anderen Freiräume bilden eine zentrale Zone des Zusammenseins und erweitern den Wohnraum.

Die Sichtverbindungen in die Landschaft aus den einzelnen Wohneinheiten sowie Freiräumen sind ein entscheidender Faktor für eine sehr hohe Wohnqualität der Anlage.

 

2. SOZIALE QUALITÄT

Die Anordnung der Wohneinheiten ermöglicht eine offene Kommunikation und sozialen Austausch der Bewohner, sichert aber zugleich die Privatsphäre innerhalb einzelnen Wohneinheiten.

Eine klare Abtrennung der Wohngebäude ermöglicht eine ungestörte Benutzung und bietet zugleich die Möglichkeit diese als Kommunikations- und Aufenthaltsbereiche mit den vorgelagerten Freiflächen zu nutzen.

Das Konzept der Wohnungen ermöglicht ein „offenes Wohnen“, bietet aber zusätzlich einen individuellen, auf die Nutzer abgestimmten Wohnungsgrundriss – z.B. Zusammenlegung der Wohneinheiten, Anpassbarkeit etc.

Die Grundrisslösungen ermöglichen auch in den 2 Zimmerwohnungen, zusätzlich zu den geforderten 3 Zimmerwohnungen, eine Unterbringung von 2 Personen.

Die Freiräume verstehen sich als Erweiterungsflächen des Wohnraumes, mit Blickbeziehungen zur wertvollen Landschaft und zum dichten Wald.